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Wer war Ernst Schering? 

Ernst Schering wurde am 31. Mai 1824 in Prenzlau als Sohn eines Gastwirtes geboren. Wie so häufig im Leben wollten die Eltern, dass ihr Sohn einen "besonderen" Beruf erlernen sollte: den eines Apothekers. Der Jugendliche sträubte sich gegen die Absicht der Eltern, weil er bei den Tätigkeitsfeldern eines Apothekers ein "ungesundes Leben" vermutete. Außerdem glaubte er, dass zur Gründung einer Apotheker-Existenz viel Geld nötig sei. 

Wegen seiner engen Beziehung zur Natur wollte er viel lieber Förster werden. Da seine Eltern nicht locker ließen, absolvierte er eine Apothekerlehre. Danach arbeitete er als Apothekergehilfe in verschieden deutschen Städten, u. a. auch in Berlin. Hier studierte er Pharmazie und verließ die Hochschule am 6. August 1850 als "Apotheker 1. Klasse". 
Nach bestandenem Examen kaufte er eine Apotheke - die spätere "Grüne Apotheke" - in der Chausseestr. 21 (Berlin Mitte). In einem kleinen Laboratorium, das hinter dem Verkaufsraum lag, stellte er Jodkalium her, das wegen seiner Reinheit unübertroffen war. 
Später übernahm Ernst Schering die Arzneimittelversorgung von Armeekorps im deutsch-französischem Krieg (1870/71), was ihm den Titel eines "Königlichen Kommerzienrates" einbrachte. 
Wegen der starken Nachfrage nach pharmazeutischen Präparaten wandelte er seine Laboratorium in eine Fabrik um, der späteren "Chemischen Fabrik auf Actien". 
Schering war für seine soziale Fürsorge gegenüber seinen Mitarbeitern bekannt. Sein Unternehmen gründete 1876 die "Freie Hilfskasse" (Betriebskrankenkasse), 1886 die Beamten- und Arbeiter-Pensionskasse und 1892 die Witwen- und Waisenkasse. Alle diese Unterstützungsmaßnahmen wurden vor der gesetzlichen Verankerung geleistet. 
Aus gesundheitlichen Gründen musste E. Schering 1882 aus dem Vorstand des Unternehmens aussteigen, er wechselte in den Aufsichtsrat. 
1889 verstarb Ernst Schering im Alter von 65 Jahren.