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Aus der Geschichte unseres Schulgebäudes  

Unser Schulgebäude Lütticher Str.47/48 beherbergte im Laufe seiner 100-jährigen Geschichte Schultypen verschiedenster Art: von der Volksschule über die Oberschule Praktischen Zweiges, das Gymnasium bis zur Gesamtschule und seit 2010 eine Integrierte Sekundarschule. 

Ein Jahr vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde das Schulgebäude fertig gestellt, dessen Architekt Ludwig Hoffmann ein weit über die Grenzen Berlins bekannter Baumeister war. 

Ludwig Hoffmann zeichnete verantwortlich für das Rudolf-Virchow- Krankenhaus, das Märkische Museum und das Neue Berliner Stadthaus, um nur einige herausragende Bauwerke zu nennen. Zahlreiche Badeanstalten, Brücken, Brunnen und Schulen vollendeten das Werk dieses 1932 gestorbenen Architekten. 

In unserem Schulgebäude waren ab 1913 zunächst drei Volksschulen untergebracht: 
 
bullet Die 6. Volksschule mit fünf Mädchenklassen und insgesamt 150 Schülerinnen (Stand 1929),
bullet die 55. Volksschule mit 13 Mädchenklassen und 492 Schülerinnen (Stand 1924) sowie
bullet die 301. Volksschule mit 13 Knabenklassen und 487 Schülern (Stand: 1924).

1938 waren noch die 55. Volksschule (Mädchenschule) und die 301. Volksschule (Jungenschule) hier beheimatet. 

Eine vollständige Chronologie der in dem Gebäude beherbergten Schulen würde den Rahmen dieser Seite sprengen, als ein Beispiel sei jedoch noch das Jahr 1954 herangezogen. Von diesem Zeitpunkt an übernahm die hier ansässige Oberschule Praktischen Zweigs den Namen Ernst Scherings. Lehrer war hier u. a. der langjährige GEW-Vorsitzende Erich Frister. 

Die Hauptschule "bewohnte" jeweils den Südflügel (heute die Seite mit der Hausmeisterloge), den Nordflügel die Robinson-Grundschule. Wegen Schülermangels verließ die Ernst-Schering-Oberschule 1964 das Gebäude (Auflösung 1965). Nach entsprechenden Umbauten zog dann 1965 das Ranke-Gymnasium vom Zeppelin-Platz in den Hoffmann-Bau in der Lütticher Straße und übernahm die von der 2.OPZ frei gemachten Räume (Lehrerzimmer Raum 102, Amtszimmer und Sekretariat Raum 103, Lehrerzimmer der 5.G: Raum 115, Amtszimmer: R. 019). Anfang 1976 erhielt das Ranke-Gymnasium in der Putbusser Straße ein neues Schulgebäude, in das dann auch 1980 das im Jahr zuvor gegründete Theodor-Heuss-Gymnasium, die gemeinsame gymnasiale Oberstufe der Gesamtschulen im Bezirk Wedding, einzog. 

Im Zeitraum 1976 - 1979 wurde das Schulgebäude für die neue Gesamtschule im Rahmen des Bauprogramms "Gesamtschulen in Altbauten" renoviert und hergerichtet. Bereits 1977 zog dann die Konrad-Haenisch-Oberschule (3. Hauptschule) ein, nachdem sie zwei Jahre im Gebäude der 1. Gesamtschule in der Schwyzer Straße (Paul-Hertz-Oberschule) nach ihrem Wegzug aus der Tegeler Straße verweilen musste. Mit Beginn des Schuljahres 1979/80 änderte sich wieder Entscheidendes für das Gebäude: am 9. Juli 1979 zog die Selma-Lagerlöf-Realschule ins Haus, am 3. September 1979 wurde die neue 2. O. (2. Gesamtschule im Bezirk Wedding) mit sechs 7. Klassen (180 Schüler) eröffnet. 

Zusammen mit den nun eingelagerten Schulen (Selma-Lagerlöf-Realschule) und den verbliebenen Konrad-Haenisch-Oberschule endete die Übergangslösung für die drei Schulen im Sommer 1982. 

Das zur Schule gehörige Schulgebäude auf dem Gelände der Lütticher Straße 4 wurde 1981 abgerissen. Auf dem Gelände befindet sich seit Herbst 1988 ein Sportplatz der Schule. 

Am 12. März 1986 bekam die Schule den Namen des Apothekers und Firmengründers Ernst Schering. 

Seit über 85 Jahren diente dieser imposante Schulbau der Wissensvermittlung, und Generationen von Schülerinnen und Schüler "drückten" hier die Schulbank. 

Joachim Gaestel

Weitere Informationen zum Schulgebäude.