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Konzept des Modellprojekts "BRÜCKE zum BERUF"
 

Modellprojekt der Ernst-Schering-Oberschule(Gesamtschule)

Beantragt und genehmigt im Rahmen des Vorhabens „Flexibilisierungbausteine und Berufswahlpass" (Verbundprojekt der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen u. Schleswig-Holstein) eine BMBF-Initiative „Schule - Wirtschaft/Arbeitsleben“ und in Zusammenarbeit mit Partner: Schule-Wirtschaft.

 

 

 

Beginn: Schuljahr 2000/01 

Vom Modellprojekt „Brücke zum Beruf“ versprechen wir uns eine Weiterentwicklung schon begonnener Anstrengungen zur Gestaltung unseres angestrebten Schulprofils (Schwerpunkt "Wirtschaft"), das auf die Verbesserung der Chancen unserer Schüler beim Übergang ins Berufsleben zielt.

1. Grundvorstellung
Für Schüler/innen des 9. und dann folgend auch des 10. Jahrgangs sollen mehr Bezüge zum Berufsleben hergestellt werden als das mit der „normalen" Betriebspraktikum möglich ist.
Im ersten Erprobungsjahr werden dafür an einem Tag in der Woche (alle 14 Tage) gezielt außerschulische Lernorte in die schulische Arbeit einbezogen. Seit dem Schuljahr 2001/02 wurden diese wöchentlichen Praktikumstage zu je zwei einwöchigen Betriebspraktika pro Halbjahr zusammengefasst. Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr zeigten, dass sich für dieses Praktikumsmodell mehr geeignete Betriebe finden ließen.
Die Schüler/innen wechseln weiterhin nach jedem Schulhalbjahr ihren Praktikumsbetrieb, wobei darauf geachtet wird, dass die Schüler im Verlauf der zwei Jahre in der „Brücke-Klasse“ möglichst viele unterschiedliche Berufsbranchen kennen lernen.
Jede Praktikumsphase beginnt damit, dass die Schüler/innen eine Bewerbung schreiben und sich in den Betrieben vorstellen, bzw. bewerben.
Vorbereitet, begleitet und nachbereitet werden diese praxisnahen Lernsituationen durch die Hinzuziehung von betrieblichen Ausbildern und durch ergänzende schulische Angebote, insbesondere auch die Arbeit im Lernbüro.

2. Konkretisierung 
2.1 Zeitlicher Rahmen 
2.1.1 So sah das Modell zunächst im Schuljahr 2000/01 aus:
Nach einer Phase von ca. 4-6 Wochen zu Beginn des Schulhalbjahres, in denen die Schüler/innen auf ihre betrieblichen Aufgaben vorbereitet wurden, folgte ein einwöchiges Einführungspraktikum. Es diente dem Kennen lernen des Betriebs, in dem sie für ein Schulhalbjahr konkrete Projekte bearbeiteten. Außerdem sollten die Schüler/innen in dieser Zeit in Abstimmung mit der Schule und dem Betrieb ihre künftigen Vorhaben genau beschreiben und ggf. bereits beginnen.
Die Betriebe konnten sich ihrerseits in dieser Woche individuell auf die Schüler/innen einstellen und sie mit den jeweiligen Besonderheiten vertraut machen. Das erleichterte beiden Seiten die spätere Arbeit miteinander.
Danach arbeiteten die Schüler/innen in 14-tägigem Wechsel jeweils sechs Stunden in "ihrem" Betrieb ("Berufstag") und im Klassenverband in der Schule ("Berufsschultag").

2.1.2 Veränderungen seit dem Schuljahr 2001/02
Wie oben bereits ausgeführt, durchlaufen die Schüler/innen der „Brücke-Klassen“ seit dem Beginn des laufenden Schuljahres je zwei einwöchige Betriebpraktika pro Schulhalbjahr. Dazu gehören jeweils ein vollständiges Bewerbungsverfahren (schriftliche Bewerbung einschließlich Vorstellungsgespräch bei den aufnehmenden Betrieben). Die verstärkte Zusammenarbeit mit mehreren Ausbildungsleitern im Rahmen der Praktikumbetreuung erbrachte ferner eine intensivere Vorbereitung der Schüler/innen durch gezielte Bewerbungstrainings. Diese Zusammenarbeit mit den Betrieben sollte weiter gepflegt werden.

2.2 Teilnehmer/innen
Vorgesehen für dieses Modellprojekt sind seit dem Schuljahr 2000/01 zunächst Schüler/innen einer Klasse des 9. Jahrgangs. Die „Brücke-Klasse“ wird weiterhin jeweils neu aus Schüler/innen des künftigen 9. Jahrgangs zusammengestellt. Diese Klasse bleibt auch mit ihren Besonderheiten in der 10. Klassenstufe bestehen.
Mit der Beschränkung auf zunächst eine Klasse pro Jahrgangsstufe wollen wir zunächst behutsam Erfahrungen neuer Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sammeln und auswerten.
Es soll nach und nach geprüft werden, welche bewährten Elemente sich auch auf die „Regelklassen“ übertragen lassen.
Die Teilnahme an diesem Modellprojekt ist für alle Schüler/innen freiwillig. Es muss jedoch dabei der Zusammenstellung der „Brücke-Klasse“ darauf geachtet werden, dass nur die Schüler/innen berücksichtigt werden, die dieses besondere Angebot der Schule ernsthaft nutzen wollen und zuverlässig sind. Schließlich ist die Teilnahme auf zwei Schuljahre angelegt. Außerdem müssen sich die Schüler/innen darüber im Klaren sein, dass von ihnen ein zusätzlicher Einsatz (s. Stundentafel) und ein höheres Maß an Flexibilität (bes. bei den Betriebspraktika) verlangt wird.

2.3 Stundentafel
Die für das Modellprojekt erforderlichen sechs Stunden sollen sich im 9. Jahrgang wie folgt zusammensetzen: 

 
bullet3 Stunden aus dem Wahlpflichtbereich (die Schüler entscheiden sich mit der Teilnahme am Modell für die Teilnahme am Lernbüro und wählen deshalb nur noch ein weiteres Wahlpflichtfach),
bullet1 Stunde durch Reduzierung auf zwei Sportstunden und 
bullet2 Stunden aus dem Fach Arbeitslehre/Pflicht.

 

Für den künftigen 10. Jahrgang ergibt sich nur folgende Abweichung: 

 

bullet3 Stunden aus dem Wahlpflichtbereich (s. 9. Jahrgang),
bullet1 Stunde durch Reduzierung auf zwei Sportstunden, 
bullet1 Stunde aus dem Fach Arbeitslehre/Pflicht und
bullet1 Stunde aus dem Tutorium.


2.4 Weitere Besonderheiten des „Brücke- Modells“
2.4.1 So sah das Modell zunächst im Schuljahr 2000/01 aus:

Neben den Arbeitslehrestunden erhielten die Schülern/innen je eine weitere Stunde Englisch (Wirtschaftsenglisch) und Mathematik (Rechnungswesen). Ferner wurde auf die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in den Betrieben intensiv eingegangen.
Die Einbeziehung der beiden Lernbüros der Schule in das Modell war für uns unabdingbar, da hier Schüler/innen sehr konkret und praxisnah auf das Arbeiten im kaufmännischen Bereich vorbereitet werden können. Die obligatorische Teilnahme am Wahlpflichtfach „Lernbüro“ erschien als nur folgerichtig.
Diese o. g. Stunden wurden am, Berufsschultag" unterrichtet, der alternierend zum „Berufstag“ stattfand. 

2.4.2 Veränderungen seit dem Schuljahr 2001/02:
Mit den o. g. Veränderungen im Betriebspraktikum entfiel die Notwendigkeit eines „Berufsschultages". Die zusätzlichen Stunden für Englisch, Mathematik und das Lernbüro können nun im Stundenplan frei eingesetzt werden.

2.5 „Berufstag“ bzw. Praktikumstag(wochen)
2.5.1 So sah das Modell zunächst im Schuljahr 2000/01 aus:

Nach der Vorbereitungsphase und dem Einführungspraktikum arbeiteten die Schüler/innen ein halbes Jahr an vorher genau beschrieben Projekten in "ihren" Betrieben. Sie wurden in dieser Zeit dort von geeigneten Personen betreut. Ihre Arbeiten protokollierten sie in einem Berichtsheft. Der Klassenlehrer besuchte die Schüler/innen regelmäßig an ihrem "Berufstag" und traf alle erforderlichen Absprachen mit den Betrieben.

2.5.2 Veränderungen seit dem Schuljahr 2001/02:
Aus den Praktikumstagen wurden die oben beschriebenen Praktikumswochen. Die Praktikumbetreuung übernehmen nun zwei Lehrer/innen (Klassenlehrer/in und Stellvertreter).

2.6 Berufswahlpass
Der Einsatz des Berufswahlpasses wurde seit dem Schuljahr 2000/01 an unserer Schule weiterentwickelt. Blieb seine Verwendung zunächst nur auf die „Brücke-Klasse“ beschränkt, konnten im laufenden Schuljahr 2001/02 bereits alle Schüler des 9. Jahrgangs damit ausgestattet werden und im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts damit arbeiten. Es ist wünschenswert, dass die Möglichkeiten des Berufswahlpasses künftig stärker - auch Fächer übergreifend - genutzt werden. Eine langfristige (möglicherweise auch schon in der 8. Klassenstufe beginnende), d.h. über mehrere Schuljahre dauernde berufwahlanbahnende bzw. -begleitende Arbeit mit dem Berufswahlpass ist sinnvoll. Sie hat sich auch an den anderen fünf Schulen des Modellprojekts bewahrt.
Zur Arbeit mit dem Berufswahlpass gehört u. a. auch, dass Schüler/innen aussagekräftige und anerkannte Zusatzbescheinigung von der Schule aber auch von Betrieben und anderen Einrichtungen erhalten und sammeln, um sie ggf. bei Bewerbungen mit einreichen.
Die Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen (z.B. Berufsschulen) und der Erfahrungsaustausch mit Schülern und Auszubildenden muss in diesem Zusammenhang weiter vorangetrieben werden.

 

 
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